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Lörrach beteiligte sich erstmals am bundesweiten Tag des Friedhofs.

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Tags: LörrachKrematoriumTagdesFriedhofs

Der "Tag des Friedhofs", eine bundesweite Aktion seit 2001, wurde jetzt erstmals auch in Lörrach angeboten. Friedhofsverwaltung, Pfarrer, Bestatter, Organisten, Friedhofsgärtner und Steinmetzbetrieben taten sich dafür zusammen. Der Zuspruch war groß.
Den "Tag des Friedhofs" eröffnete Organist Hanspeter Tröndlin mit Orgelspiel in der Friedhofskapelle. Für die Trauer um einen geliebten Menschen brauche man feste Orte wie den Hauptfriedhof und die Friedhöfe oder "Gottesäcker" in den Ortsteilen, sagte Bürgermeisterin Marion Dammann. Ein Blick in der Geschichte verriet, dass bis 1610 die Bestattungen hinter der Stadtkirche im Rossgarten im Bereich Burghof erfolgten. Seit der Pestzeit, erwähnt ist der 8. Juli 1610, fanden die Bestattungen beim Stadttor im heutigen Hebelpark statt. Dort befand sich auch die Kapelle, die 1864 abgebrochen und an der Brombacher Straße wieder aufgebaut wurde, wo seither die Bestattungen stattfinden.

1955 folgte die Einweihung der neuen Friedhofskapelle mit Krematorium im damaligen Außenbereich des Friedhofs. 1966 wurde die alte Kapelle abgerissen. Die jetzige Größe hat der Hauptfriedhof seit 1979, als Erweiterungen hin zur Raiffeisenstraße, zum Bächlinweg und zur Hangstraße hin erfolgten. 2001 bis 2009 wurde der Hauptfriedhof saniert, wurden Teile neu gebaut. Der Hauptfriedhof ist 111 000 Quadratmeter groß, das entspricht der Größe von 15 Fußballfeldern. 5251 Gräber umfasst er aktuell.

Dammann bezeichnete den Friedhof als Ort der Trauer, der Begegnung, der Hoffnung, der Pietät und der würdigen Stille sowie als Teil der Stadtgeschichte, fanden doch viele verdiente Lörracher Bürger dort ihre letzte Ruhe. Heute sei ein Wandel in der Bestattungskultur festzustellen. Im vergangenen Jahr fanden auf dem Hauptfriedhof 306 Bestattungen statt, davon 84 Erdbestattungen und 222 (73 Prozent) Urnenbestattungen, mit den Ortsteilen beträgt der Anteil der Urnenbestattungen sogar 75 Prozent. Besonders gefragt seien naturnahe Grabangebote. So gibt es seit 2006 Baum- und Rasengräber. Heute seien die Familienbande über ganz Deutschland, Europa und die Welt verteilt, was neue Anforderungen an die Grabangebote stellt. So nehme die Nachfrage nach urnen- und Gemeinschaftsgräbern mit geringem Pflegeaufwand immer mehr zu. Man hat dieser neuen Richtung auf dem Hauptfriedhof Rechnung getragen und jetzt ein anonymes Gräberfeld geschaffen, außerdem zwei Gemeinschaftsgräberfelder sowie ein Gräberfeld mit fünf Beetanlagen, die durch Urnengräber eingefasst sind. Dies kostete rund 280000 Euro.

Friedhofsleiter Frank Littwin befand, Lörrach habe einen schönen Friedhof. Sterben gehöre zum Leben, so begriffen er und seine Mitarbeiter ihre Tätigkeit. Beim Rundgang führte Littwin durch die Friedhofskapelle mit Pfarrerraum, die fünf Abschiedsräume, den Kinderraum, die Büros der Verwaltung, Kühlzellen und Krematorium. Im Krematorium erläuterte Friedhofsmitarbeiter Wolfgang Zehetner den Ablauf einer Kremation.

Am Sonntagnachmittag gab es Führungen über den Hauptfriedhof durch Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung. In der Friedhofskapelle gab es Vorträge zum Thema "Wie bestatten wir?" von Pfarrer Daniel Völker für die Christen, Ergün Hallac für die Muslime und Heinz Lindemann für die Freisinnigen. Zum Abschluss hielten Pfarrer Daniel Völker und Pastoralreferent Ralf Ochs in der Friedhofskapelle einen ökumenischen Gottesdienst, Frank Engler spielte Orgel.




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