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Krematorium soll „Leichentourismus“ verhindern

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Tags: TalheimKrematoriumLeichentourismus

Bei der Bürgerversammlung in Talheim kochen die Emotionen hoch

Talheim In der außerordentlichen Bürgerversammlung Talheim am Freitagabend in der „Sonne“ ging es teilweise emotional zu.Ursache für das Interesse von rund 120 Bürgern war jedoch kaum das Thema "Gesplittete Abwassergebühr. Im Blickpunkt stand die „mögliche Ansiedlung einer Feuerbestattungsanlage“ im projektierten Gewerbegebiet „Ried“

Die Inhaber der GbR „Cremaconsult“ Schwenningen mit einschlägiger, langjähriger Praxis, Hans Martin Herbrechtsmeier und Joachim Ebinger, hätten im Juni „mit der Gemeinde Kontakt aufgenommen“ und ihre Vorstellungen bereits in einer nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderats dargelegt, so Bürgermeister Martin Hall. Um das Thema „frühzeitig und öffentlich“ zu diskutieren stehe es auf der Tagesordnung.

Es bestehe ein Bedarf für Feuerbestattungsanlagen, erklärte Herbrechtsmeier. Die Kapazitäten der ausschließlich kommunal betriebenen fünf Krematorien in der Region zwischen Albstadt und Konstanz seien nahezu ausgeschöpft. Mit einer weiteren Anlage für jährlich 2500 Feuerbestattungen könnte ein „Leichentourismus“ über hunderte von Kilometern verhindert werden. Das geplante Gewerbegebiet „Ried“ sei geeignet, weil keine Wohnbebauung in der Nähe sei. Von der Anlage, vom Aussehen „wie ein normales Gewerbegebäude“, würde „keinerlei Lärm- oder Geruchsbelästigung“ ausgehen. Zu den „ökologischen Details“ zählte er den Bezug von Biogas von der „Powerfarm“ und eine für 40 000 Kilowattstunden pro Jahr ausgelegte Photovoltaikanlage auf dem Dach. Die Kosten von rund 2,2 Millionen Euro würden Investoren vor allem aus der Bestattungsbranche übernehmen. Aber auch Bürger, die eine „regionale, renditestarke und sichere Anlagemöglichkeit“ suchten, könnten sich beteiligen. Und: Da jede Feuerbestattung einen Verwaltungsakt nach sich ziehe, entstünden für die Gemeinde aus den Gebühren Einnahmen von rund 22 000 Euro.

Er scheue keine Diskussion, wenn diese sachlich sei, sagte Bürgermeister Hall nach ersten eher emotionalen Einwänden. Von „absoluter Zumutung bis zur Frage, ob vielleicht Heckler & Koch auch noch hier bauen wolle, reichte die Palette. Und trotzdem: Er wolle auch mal was Positives sagen und wundere sich nur negative Stimmen zu hören, meldete sich ein Bürger. Man sollte diese Möglichkeit am Rande des Industriegebiets durch einen seriösen Anbieter doch nutzen. Es wäre ein guter Anfang. Quasi das Wort zum bevorstehenden (Ewigkeits-)Sonntag sprach Pfarrer Hörster und mahnte einen ernsthaften Umgang mit dem Thema an. Er wolle zwar eine Lanze brechen für die Erdbestattung, aber wichtig sei letztlich was mit der Seele passiere.

In Sachen „gesplittete Abwassergebühr“ war Schultes Hall zufrieden mit der guten Rücklaufquote der bereits den Hausbesitzern zugesandten Unterlagen. Die Flächenerhebungen beruhen wie in einigen Nachbargemeinden aus der Auswertung von Luftaufnahmen. Er erläuterte außerdem die unterschiedliche Einstufung von versiegelten Flächen, sowie die Ermäßigungen für Besitzer von Zisternen. Allerdings: Wird Regenwasser als Brauchwasser im Haushalt verwendet, so muss dieser dem Frischwasser gleichgestellte Verbrauch künftig gemessen werden. Bürgermeister Hall rechnet damit, dass die neue Abwassersatzung im Februar vom Gemeinderat verabschiedet wird.

Er stellte außerdem die Pläne zur Betriebserweiterung der Firma Hilzinger-Thum vor. Diese habe laut Regierungspräsidium nach der Baunutzungsverordnung von 1982 einen Rechtsanspruch darauf am bisherigen Standort zu expandieren. Ein Neubau im „Ried“ lasse sich für die Firma „wirtschaftlich nicht darstellen“. Dies sei zu respektieren.




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