Friedhofsgebühren steigen in Greifswald um bis zu 500 Euro - Crematorium.eu News about crematoria in Europe - www.crematorium.eu informs about crematoria in Europe- Krematorium.eu- crematorio.eu, find a crematorium

Search
Go to content

Main menu:

Friedhofsgebühren steigen in Greifswald um bis zu 500 Euro

Published by in German / Deutsch ·
Tags: KrematoriumGreifswaldFriedhofsgebühren

Besonders teuer werden Grabstätten, für die Angehörige einen Platz aussuchen können. Zusätzlich verursacht das Krematorium höhere Kosten.

Sterben in der Hansestadt wird teurer: Ab 1. Januar 2012 sollen die Friedhofsgebühren massiv steigen. Vor allem Erd- und Urnengrabstätten, für die Angehörige auf dem Friedhof selbst einen Platz auswählen können, schlagen dann mit bis zu 500 Euro mehr zu Buche. Dies geht aus der neuen Friedhofssatzung hervor, die ab nächster Woche in den Fachausschüssen der Bürgerschaft diskutiert wird und am 7. November von den Stadtvertretern beschlossen werden soll.

Die Stadtverwaltung begründet die neuen Gebühren, die kostendeckend sein müssen, mit veränderten Trends bei der Art und Weise der Bestattungen. So nehme die Belegung der anonymen Grabstellen auf der grünen Wiese stetig zu, aber die Beisetzung in einem Erdgrab immer mehr ab. Damit seien höhere Kosten für die Pflege des Friedhofes verbunden.

„Wir haben in den zurückliegenden Jahren immer rund 450 Bestattungen durchgeführt. Allein 200 dieser Verstorbenen wurden auf Urnengemeinschaftsanlagen, der grünen Wiese, beerdigt“, sagt Ruth Buchheim, Sachgebietsleiterin Friedhofswesen. „Die Pflege dieser Flächen obliegt ganzjährig ausschließlich dem Friedhof.“ Weitere 100 Verstorbene wurden in einer Urnengrabstelle beigesetzt, die extra gepflegt werden muss. Diese Arbeit übernimmt 20 Jahre lang das Friedhofspersonal — diese Leistung hat seinen Preis.

Zusätzlich seien auch die Kosten im Krematorium deutlich gestiegen, erklärt Ruth Buchheim. Das Krematorium wurde bislang als kommunaler Betrieb geführt und war damit wie die drei anderen ähnlichen Anlagen in Schwerin, Rostock und Neubrandenburg von der Umsatzsteuer befreit. „Künftig müssen wir das Krematorium wie einen gewerblichen Betrieb führen“, erläutert Buchheim. „Andere Bundesländer hatten sich beim Innenministerium über die bisherige Regelung beschwert.“ Deshalb gilt: Ab Januar fallen pro Einäscherung obligatorisch 19 Prozent Umsatzsteuer an, die an die Auftraggeber weitergegeben werden. Im Gegenzug wurden die Gebühren für die Nutzung der Feierhalle, die Ausgestaltung der Trauerfeiern und die Trägerleistungen gesenkt.

Die neue Friedhofsgebührensatzung wurde vom Institut für kommunale Haushaltswirtschaft in Hamburg erarbeitet, das jede einzelne Leistung kostendeckend kalkulierte. Die letzte Anpassung der Gebühren fand nach Aussage von Fred Wixforth, Leiter des Tiefbau- und Grünflächenamtes, vor drei Jahren statt.

Bis zur nächsten Anpassung in zwei bis drei Jahren will man in Greifswald dann auch auf neue Trends reagieren und eine Baumbestattung anbieten, ähnlich der in einem Ruheforst. „Wir haben auf dem Neuen Friedhof dafür zwei ungenutzte Flächen mit etwa 50 Bäumen ausgewählt“, erklärt Buchheim. „2012 wollen wir mit der Herrichtung der Anlage beginnen.“




No comments

Add to Google
crematorium.eu on Facebook
Back to content | Back to main menu