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Krematoriums-Planungen Sinsheim werden erneut offen gelegt

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Neues Jahr, altes Thema: Inwieweit die Krematoriums-Planungen ein weiteres Mal offen gelegt werden müssen, darüber stimmt sich der Ortschaftsrat in seiner nächsten Sitzung am Montag, 10. Januar, um 19 Uhr, öffentlich ab. Unterdessen werden aus den Reihen der Initiative gegen den Bau der Anlage am vorgesehenen Standort Berichte über Ereignisse laut, die den Kritikern des Vorhabens Anlass zu Zweifeln geben an den bisher von Stadt, Betreiber und Anlagenhersteller kundgemachten Anlagen- und Sicherheitsstandards.

Alles beginnt mit einem Brand im Krematorium der Allgäu-Gemeinde Kempten im September 2009. Laut Einsatzbericht der Feuerwehr entwickelte ein Ofen eine derartige Hitze, dass die Isolierung eines Kamins und vermutlich im Kamin enthaltene Ablagerungen sich entzündeten. Begünstigt wurde der Brand durch den Ausfall des Kühlsystems.

Doch was zunächst klingt, wie die Schilderung eines "normalen" Industriebrands, macht Initiativen-Sprecher Hubert Kerber in zweierlei Hinsicht stutzig. "Ablagerungen im Kamin" sind für den Verfahrenstechniker Kerber eindeutige Indizien, "dass es mit der Abgasreinigung nicht so weit her sein kann", schildert er der RNZ. Organisches Material nach dem Passieren zahlreicher Filter könne nach Kerbers Einschätzung "vielleicht ein Indiz für heftigen Bypass-Betrieb" sein, den die Initiative von Anbeginn wegen des dann unkontrollierten Ausstoßes von Dioxinen und Furanen in Wohnortnähe so sehr fürchtet.

Weiterhin ist für Kerber am Kemptener Fall merkwürdig, dass es sich bei besagtem Feuerwehrbericht - einsehbar auf der Homepage der örtlichen Brandretter - um die einzige verfügbare Quelle handelt. Während Brände anderer Krematorien oft noch Jahre später von Internet-Suchmaschinen gefunden werden würden, "googelt" in der Tat im Dunkeln, wer sich über den Kemptener Krematoriumsbrand schlau machen will. Die Anlage gebaut hat die auch in Reihen tätige Firma "Metall Technik", die das Krematorium um zwei Einäscherungsanlagen mit Filteranlagen, Emissionsmesstechnik, Aschemühle und Abluftanlage erweitert hat. Kerbers Vermutung: "Hier hat jemand massiv etwas dagegen, dass gewisse Umstände publik werden."

Parallelen zu Reihen gibt es auch im bayrischen Kissing: Auch dort formierte sich eine Bürgerinitiative, die dem Gemeinderat vorwarf, die Leichenverbrennung im Mai 2009 "durchgewunken" zu haben. Auch in Kissing sei, laut Kerber - ähnlich wie in Reihen - "ein völlig branchenfremder Investor" auf den Plan getreten, auch in Kissing liefere "Metall-Technik" die Anlage. All dies stützte Kerbers Theorie, dass der Lieferant aus dem Hessischen seit dem Jahr 2009 agressiv auf den Markt dränge: "Hier sind offenbar alle Mittel recht."




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