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Proteste gegen das Krematorium dauern an

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Bürgerinitiative veranstaltet erneut Demonstration vor dem Kissinger Rathaus.

Kissing Die Bürgerinitiative „Kissinger sagen Nein“ setzt ihren Kampf gegen den Bau des Krematoriums fort. Erneut hatte sie zur Demonstration vor dem Rathaus aufgerufen. Etwa 200 Leute hatten sich versammelt, um ihrem Ärger Luft zu machen. Laut Polizei waren es deutlich weniger als beim letzten Mal. Mit einem Beamer warfen die Organisatoren ihre Forderungen an die Wand des gegenüberliegenden Schulgebäudes. Die Bürgerinitiative wolle den Druck auf den Gemeinderat aufrechterhalten, sagte ihr Sprecher Gerd J. Häusler. Weitere Demonstrationen sollen folgen. In anderen Kommunen hätten ähnliche Protestbewegungen auch Erfolg gehabt.

„Unsere Volksvertreter ignorieren uns wieder einmal, sie wollen das Ganze aussitzen“, sagte Häusler in seiner Rede und verwies darauf, dass der Kissinger Gemeinderat eine für den Abend geplante Sitzung abgesagt hatte. Den Bau des Krematoriums bezeichnete er als „fatalen Fehler“ und forderte einen sofortigen Baustopp. Die Bürgerinitiative hatte einen erweiterten Protestbrief vorbereitet, den sie an den Bundestagsabgeordneten Eduard Oswald (CSU) weiterleiten wolle. „Herr Oswald hat uns telefonisch Unterstützung zugesichert und will die Angelegenheit beim Landratsamt prüfen lassen“, verkündete Häusler und die Anwesenden applaudierten laut.

Die Behauptung der Gemeindevertreter, man könne den Bau nicht mehr stoppen, wies Häusler zurück: „Sie können schon, nur wollen sie es nicht.“ Auch dass sich niemand im Vorfeld gegen das Krematorium zu Wort gemeldet hätte, entspräche nicht der Wahrheit. „Wir wollen keine Ignoranz, wir wollen einen Dialog“, appellierte Häusler an Bürgermeister und Gemeinderat.

Zum Abschluss warf er die Frage auf, wie pietätvoll es sei, in einem Gewerbegebiet ein Krematorium zu errichten. „Industrielle Leichenverbrennung nach dem Motto ,Geiz ist geil‘ ist mit der Totenehre nicht vereinbar“, sagte Häusler.

Martina Greiter wies darauf hin, dass der Bund Naturschutz ihr mitgeteilt hätte, dass die Errichtung eines Krematoriums in einer solchen Lage wie in Kissing nicht zu empfehlen sei. Auch die Besucher der Demonstration waren einhellig gegen das Bauvorhaben. „Für Kissing ist es ein Imageverlust, wenn der Ort mit einem Krematorium in Verbindung gebracht wird“, befürchtete Alfons Dany. Anwohner könnten wegziehen oder potenzielle Neubürger abgeschreckt werden. „Es ist eine Unverschämtheit, dass über den Bürgerwunsch hinweg die Sache vom Gemeinderat durchgeboxt wurde“, fügte Dany an.

„Ich hätte mir von der Opposition mehr Engagement erwartet“, sagte Helmut Grieger. Für ihn sei es unverständlich, warum die Grünen kein Problem mit der Errichtung eines Krematoriums hätten. „Es kann nicht sein, dass der gesamte Gemeinderat dafür war“, sagte die 20-jährige Sara Rauch, die bei der Internet-Plattform „facebook“ eine Gruppe gegen das Krematorium gegründet hat. Einen großen Schaden für die Umwelt und die Gesundheit seiner Familie befürchtete Gerhard Kothmeir, wenn das Krematorium nach Kissing kommt. „Bei so einer schwerwiegenden Entscheidung sollten die Bürger mitreden dürfen“, forderte Tanja Thoma. Bei der Verbrennung der Toten würde Amalgam und Quecksilber freigesetzt. „Und das soll nicht schädlich sein?“, fragte sie.




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