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Sinsheim: Ortschaftsrat stimmt gegen das Krematorium

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Das Blatt im Krematoriumsstreit hat sich gewendet: Der Ortschaftsrat hat sich gegen die Sondergebietsausweisung im Gewerbegebiet "Oberer Renngrund" ausgesprochen.

Der Punkt war in zehn Minuten abgehandelt und endete mit einem 3:2-Votum. Für die Anlage sprachen sich Peter Hennig und Willibald Hönig aus; dagegen stimmten Ortsvorsteher Ralf Huber, Toralf Hinze und Harald Junker. Entschuldigt der Sitzung fern blieben Heidrun Schindel und Georg Trunk. Der Ortsvorsteher wies aufs gesundheitsbedingte Ausscheiden von Rätin Magdalena Fritz hin und verlas eine Stellungnahme ihres "Nachrückers" Peter Weis. Dieser betrachte seine Nicht-Stimmberechtigung "als Taktieren der Stadt" und ließ wissen, dass er "gegen das Vorhaben stimmen würde." Nachdem Hubert Kerber, Vertreter der Standortgegner, "den weitsichtigen Ortschaftsräten" gedankt hatte, feierten zirka 50 Zuhörer das Votum mit tosendem Beifall.

Von der Existenz einer überarbeiteten Version des im Juni 2010 vorgestellten Gutachtens zur Anlage hätten die Standortgegner indessen nur "durch glückliche Umstände erfahren", so Kerber. Es werde "wieder mit Heimlichkeiten agiert." Ein Doppel, das auf den 21. März 2011 datiert, liegt der RNZ vor. Kerber zufolge enthält es "massive Änderungen", die eine erneute Offenlage der Planung erforderten. Hierzu zähle ein neues, neuntes Kapitel zu den Immissionen im Bypassbetrieb der Anlage. Ziel des Kapitels ist der Nachweis, dass auftretende Immissionen auch im Störungsfall unterhalb der Irrelevanzschwelle lägen. Hierzu wurden einer Ausbreitungsrechnung eine Dioxin-/Furankonzentration von zwei Nanogramm auf den Kubikmeter zugrunde gelegt. Ein Wert, der nach Ansicht von Verfahrensingenieur Kerber "weder empirisch, noch messtechnisch, noch wissenschaftlich begründet" sei. Und der sich, wenn zwei Öfen laufen, ohnehin verdopple. "Alles in allem eine Suppe, die nach viel Lobby schmeckt", mutmaßt Kerber.

Nach einer Eingabe bei Landesvater Mappus, wurde das Regierungspräsidium mit der Prüfung des Gutachtens durch die Landesanstalt für Umweltschutz beauftragt. Die Stellungnahme stand gestern noch aus. Trotzdem fanden diese Woche Vorberatungen im technischen Ausschuss statt. Am kommenden Dienstag votiert der Gemeinderat.




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