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Kupfermantel umhüllt Krematorium Mannheim

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Nach Großbrand müssen alle Öfen erneuert werden.

Auf dem Pyramidenbau sorgt eine neue Kupferhaut für matten Glanz, schließt sich Naht für Naht das Dach des Krematoriums. Nach dem verheerenden Großbrand vom 14. Dezember 2009 kommt der Einäscherungsbetrieb nach fast einem Jahr außen wieder in die schön verlötete Form, lassen sich nun endlich auch die Schäden abschätzen, die das Feuer angerichtet hat: 1,3 bis 1,4 Millionen Euro werden die Sanierungsarbeiten verschlingen, allein das Kupferdach schlägt mit ungefähr 530 000 Euro zu Buche, kalkuliert Andreas Adam, Leiter der Friedhöfe Mannheim.

Der schlimmsten Befürchtungen haben sich damit bewahrheitet, die Gutachter kamen nach genauester und gewissenhafter Inspektion der drei Ofenlinien zu dem sehr kostspieligen Urteil: Die Anlagen sind nicht zu retten, haben durch die Flut des Löschwassers bleibende Schäden davongetragen haben, Steine sind nach innen gewandert.

Diese versteckten Mängel und Risse im Hintergrund lassen sich nicht reparieren, die kompletten Baureihen müssen erneuert werden. Kosten pro Einheit: rund 200 000 Euro. Eine Linie ist bereits erneuert, noch in diesem Jahr läuft der Ausbau von Ofen zwei an. Die Nummer drei folgt. Ein Maurer mit speziellen Fertigkeiten für diese Technik ist im Einsatz.
Versicherung haftet

Der Schwelbrand vom Dezember war nach Löt-Reparaturen einer Fremdfirma am Dach ausgebrochen, deren Versicherung nun für den gesamten Schaden aufkommen wird. Das Feuer hatte sich in der Dämmschicht des Sandwichbaues unaufhaltsam vorgefressen, zehn Stunden lang war die Feuerwehr im Dauer-Einsatz, ehe auch noch das letzte Glutnest im Verborgenen erstickt war.

Provisorien halten lang: Bereits zu Neujahr war die Pyramide notdürftig abgedichtet, der Bau "trockengelegt", wurden die Öfen mit aller Vorsicht ganz allmählich hochgefahren, erste Einäscherungen liefen ohne Probleme. Ab Februar schaltete das Krematorium wieder auf Dauerbetrieb mit 13 bis 17 Einäscherungen am Tag. Noch lässt sich mit den alten Öfen arbeiten: Die Schadstoff-Emissionen werden ständig kontrolliert und halten sich innerhalb der vorgeschriebenen Grenzwerte, so die Friedhofs-Verwaltung. Der Einäscherungsbetrieb läuft einstweilen in gewohnten Bahnen und Adam hofft, dass sein Team auch den Januar mit Routine meistert.

Denn nach den Weihnachtsfeiertagen steigt erfahrungsgemäß die Sterberate erkennbar an, 90 bis 100 Mannheimer mehr als in anderen Monaten verabschieden sich im Januar von dieser Welt. Es scheint, dass sie sich nochmals auf Weihnachten im Kreis der Familie gefreut haben, ihre Kräfte darauf fokussieren - um dann loszulassen.




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