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Österreich: Umwidmung für Krematorium sorgt für Streit

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Ackerland soll Baugrund werden. Auch eine Kleingartenanlage ist geplant. Ein Großteil der Fläche gehört dem Ortschef.

Geht es um die Entwicklung einer Tullnerfelder Großgemeinde oder um eine "sinnlose Verschwendung von bestem Ackerland", von der vor allem der Bürgermeister durch Umwidmung seiner Felder profitieren würde? Eine geplante Umwidmung in Michelhausen reißt offenbar Gräben zwischen verfeindeten Familien auf.

Rund viereinhalb Hektar Ackerland sollen im Ortsteil Pixendorf umgewidmet werden. Knapp die Hälfte davon ist als Kleingarten-Anlage vorgesehen, "damit auch jene 260 Gemeindebürger einen Garten anlegen können, die kein eigenes Haus besitzen, sondern in Wohnungen leben", sagt Bürgermeister Rudolf Friewald.

Rund 1,8 Hektar sollen für eine Tankstelle samt Raststätte an der HL-Begleitstraße, nahe des künftigen Regionalbahnhofs Tullnerfeld reserviert werden; und 4000 sind für ein Krematorium vorgesehen, das laut Friewald künftig den gesamten Bedarf an Einäscherungen zwischen der Bundes- und der Landeshauptstadt abdecken könnte.

Für die Verwertung der Grundstücke soll die gemeindeeigene KommReal sorgen. Die entsprechenden Umwidmungsanträge sind bereits gestellt und vom Land begutachtet. Die Frist, in der Anrainer Stellungnahmen abgeben können, läuft dieser Tage ab.
Einsprüche

Dem Vernehmen nach haben nur wenige Bürger Stellung genommen. Dazu zählen Biobauer Leopold Baum und dessen Bruder Josef. Letzterer tritt seit Jahrzehnten als Ökonom und links-grüner Lokalpolitiker in Purkersdorf in Erscheinung; hat aber noch immer einen Zweitwohnsitz in seinem Pixendorfer Elternhaus.

Landwirt Leopold Baum argumentiert vor allem gegen die Kleingartenanlage, die als "absolut unharmonischer landwirtschaftlicher Fremdkörper" zusammenhängendes Ackerland zerschneiden würde. Zudem wären Konflikte zwischen Bauern und Kleingarten-Pächtern vorprogrammiert.

Ökonom Josef Baum geht noch weiter und spricht von "konstruiertem regionalem Bedarf", "Täuschung des Landes" und von 1,2 Millionen Euro Wertsteigerung durch die Umwidmungen, die dem Grundbesitzer - Bürgermeister Friewald - zu Gute kommen würden.

Friewald reagiert auf die Vorwürfe sehr gelassen: "Das sind die einzigen Stellungnahmen gegen die geplante Umwidmung"; seine Äcker gebe er für das Projekt nur her, weil andere potenzielle Grundbesitzer abgewunken hätten. In der Sache selbst bleibt Friewald aber hart: "Ich lasse nicht zu, dass Einzelne die Entwicklung unserer Gemeinde beeinflussen."




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