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Erfurt: Knapp fünf Millionen Euro des Haushalts für Friedhöfe und Krematorium eingeplant

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"Umsonst ist nur der Tod, und der kostet das Leben." Das Sprichwort stimmt nicht ganz, denn 3,8 Millionen Euro nimmt die Stadt allein 2011 durch das Bestattungswesen ein. Sie schießt diesem Bereich aber auch 1,1 Millionen Euro zu.
Erfurt. Insgesamt 37 Friedhöfe besitzt Erfurt. Für elf sind die Kirchen zuständig, um 26 kümmert sich die Stadt. Für diese sind 2011 4,9 Millionen Euro vorgesehen. Mit dem Geld, werden unter anderem die Grünanlagen und Gebäude gepflegt, aber auch die Fahrzeuge oder die Maschinen und Geräte für das Krematorium bezahlt.

Der größte Kostenpunkt ist aber das Personal. Das sind immerhin mehr als 2,6 Millionen Euro. "Dazu gehören die Friedhofsgärtner, die die gesamten Anlagen pflegen, die Verwaltung, aber auch die Mitarbeiter, die im Krematorium arbeiten oder sich um die Trauerhallen kümmern", sagt Wolfgang Schwarz, Leiter des Garten- und Friedhofsamtes. Hinzu kommen noch die Mitarbeiter des Bestattungsinstituts. Denn neben den 21 privaten Unternehmen in Erfurt unterhält die Stadt noch ihr eigenes. Dafür werden 600. 777 Euro ausgegeben, aber auch 640.600 Euro eingenommen. Das städtischen Bestattungsinstitut macht damit Gewinn. " Es läuft ganz gut", wie Schwarz bestätigt.

Um die Ausgaben schultern zu können, nutzt die Stadt unter anderem die Bestattungs-, die Friedhofs- und die Friedhofsunterhaltungsgebühr, die bei einem Sterbefall zu zahlen sind. Zwei Millionen Euro fließen damit allein in diesem Jahr in die Stadtkasse.

Verschiedene Gebühren, um Kosten zu finanzieren
"Mit der Friedhofsunterhaltungsgebühr werden die Parkanlagen und Grünflächen bewirtschaftet", so Schwarz. Für das 20-jährige Nutzungsrecht an einer Grabstätte zahlt man 394 Euro. Insgesamt rechnet Erfurt damit, dass sie mit diesen Gebühren 2011 670.000 Euro einnehmen kann.

Zudem erhebt die Stadt Gebühren für die Bestattung selbst. So kostet laut der Friedhofsgebührensatzung von Erfurt eine Erdbestattung 1159 Euro und eine Urnenbeisetzung 193 Euro. Hinzu kommen gegebenfalls die Kosten für die Kremation.

Die Friedhofsgebühren, mit denen die Stadt 2011 800.000 Euro einnehmen will, hängen von der Art der letzten Ruhestätte ab. Wird ein Erdwahlgrab für 20 Jahre ausgewählt, kostet das 836 Euro, für ein Urnenwahlgrab zahlt man dagegen 309 Euro.

In bestimmten Abständen ist das Garten- und Friedhofsamt gesetzlich verpflichtet, zu prüfen, ob die erhobenen Gebühren noch zeitgemäß sind. Denn Friedhöfe dürfen in Deutschland keinen Gewinn erzielen müssen aber kostendeckend sein. "Dazu nehmen wir die variablen und fixen Kosten sowie das Geld für das Personal und teilen das durch die Anzahl der Gräber", so Schwarz.

Unterschiedliche Städte unterschiedliche Preise
Wie die meisten Bestattungswesen in Deutschland, arbeiten auch die städtischen von Erfurt nicht ganz kostendeckend. 1,1 Millionen Euro schießt die Stadt in diesem Jahr zu.

Dieser Zuschuss beeinflusst unter anderem auch die Höhe der Gebühren. "Je geringer der Kostendeckungsgrad in einer Stadt ist, und je weniger die Stadt in die Hand nimmt, um dieses Defizit auszugleichen, desto höher sind die Gebühren für das Bestattungswesen", sagt Alexander Helbach, Pressesprecher der Verbraucherinitative für Bestattungskultur "Aeternitas". So können die Preise in den einzelnen Städten ganz verschieden sein.

Dafür gibt es aber noch andere Gründe, beispielsweise die baulichen Voraussetzungen der einzelnen Städte. "Die Preise hängen somit auch davon ab, ob eine Stadt nur einen Friedhof zu unterhalten hat, der auf ebenem Grund liegt oder mehrere, die sich noch dazu an einem Hang befinden", so Alexander Helbach.




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