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Krematorium Suhl: Feierhalle in neuem Gewand

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Nach umfassender Sanierung steht die große Feierhalle auf dem Hauptfriedhof ab sofort wieder für Trauerfeiern zur Verfügung.

Hell fällt das Sonnenlicht durch die großen Fenster an der Seitenfront ins Innere der Feierhalle. Eine gelbe, eine blaue und eine rote Scheibe verleihen dem Tageslicht in Kombination mit der künstlichen Beleuchtung eine ganz besondere Atmosphäre. Die hellen Wände bilden einen angenehmen Kontrast zum anthrazit gefliesten Fußboden und den neuen, holzfarbenen Stühlen. Vor einem von Grünpflanzen und dem Rednerpult flankierten Paravent aus Milchglasscheiben mit einer Projektionsfläche für Fotos oder Filme stehen sechs mannshohe Kerzenständer. Der eher dunkle Charme der siebziger Jahre ist modernem Design und Funktionalität wie in einem Neubau gewichen.

Moderne Bestattungskultur

Auf der Empore heben die Musiker des Posaunenchores der Landeskirchlichen Gemeinschaft zum Spiel an. Die Gäste, darunter Suhler Geistliche, Bestatter, Stadträte und Vertreter der Stadtverwaltung mit OB Jens Triebel an der Spitze, lauschen andächtig den getragenen Klängen. Doch zu einer Trauerfeier ist man nicht zusammengekommen. Vielmehr wird die grundhaft sanierte großen Feierhalle wieder ihrer Bestimmung übergeben.

Ein knappes Jahr lang war sie in einer Verjüngungskur, erhielt dabei nicht nur ein komplett neues optisches und technisches Innenleben, sondern wurde auch trockengelegt und mit einer Dämmfassade versehen. 186 Personen finden darin Platz, davon 40 auf der Empore. "Wir haben mit der Sanierung der veränderten Bestattungskultur Rechnung getragen; unter anderem einen eigenen Raum zur offenen Aufbahrung von Verstorbenen oder die technischen Möglichkeiten zur Fotoprojektion während einer Trauerfeier geschaffen", sagt Sabine Steiner vom Suhler Planungsbüro Steiner & Palme, das im Auftrag des Gebäudeeigentümers, der Sammelkanalbetriebs- und Beteiligungsgesellschaft (SBB), die Bauleitung übernahm. Die helle, lichtdurchflutete Feierhalle mit ihren großen Fenstern und dem freien Blick nach draußen solle sowohl Ein- als auch Ausblicke zulassen, erklärt Steiner. "Die Fenster sollen Gedanken nach außen tragen; beim Anblick der großen Bäume auf dem Friedhof Halt geben und Trost spenden." Diese offene Gestaltung sei freilich gewöhnungsbedürftig. Doch müsse man sich auch auf etwas Neues einlassen können, meint die Planerin. Zudem sollen noch Bäume vor den Fenstern angepflanzt werden. "Sozusagen als lebendige Jalousie." Nachbesserungsbedarf besteht indes dringend bei der Akustik der Halle. Der starke Nachhall müsse minimiert werden, war man sich im Ergebnis der Einweihungsfeier einig. Möglicherweise soll das durch einen Teppich im Mittelgang oder spezielle schallschluckende Elemente an der Decke geschehen.

Auch im Umfeld der Feierhalle hat sich einiges getan. Die mit gefährlichen Stolperkanten aufgeworfenen Gehwegplatten wurden neu verlegt, der Zugang neu gestaltet.

Zudem entstanden im Obergeschoss neue Umkleide- und Sozialräume für die acht Mitarbeiter und ein eigenständiger Arbeitsraum für Amtsärztin Marion Höhn. Im Zuge des Umbaus des angrenzenden Verwaltungsgebäudes erfuhr auch der Aufbewahrungs- und Verbrennungsbereich eine neue Gestaltung. "Der Sanierungsstau war groß. Mit der Sanierung wurden nicht nur die Voraussetzungen für einen würdigen Abschied geschaffen, sondern auch wesentlich bessere Arbeitsbedingungen", freut sich Petra von der Weth, Leiterin der Friedhofsverwaltung.

Bereits im vergangenen Jahr wurde die viele Jahre nur als Lager und Garage genutzte alte Kapelle zu einer kleinen Feierhalle umgebaut und übergeben (Freies Wort berichtete). Die Modernisierung der Kühlzelle, die Sanierung der öffentlichen Toiletten und der Bau eines Untersuchungsraums für Verstorbene waren wie der Einbau neuer Fenster und Brandschutztüren weitere Arbeiten dieses ersten Bauabschnittes. Auch die Heizungstechnik wurde erneuert. So wird jetzt über Pufferspeicher ein großer Teil der Abwärme aus dem Krematorium zur Beheizung von Feierhalle und Verwaltungsgebäude genutzt. Etwa 1500 Verstorbene werden hier pro Jahr eingeäschert.

Insgesamt investierte die SBB in die Friedhofsgebäude knapp eine Million Euro. "Dafür haben wir jetzt zwei moderne Feierhallen, die allen heutigen Ansprüchen genügen", freut sich OB Jens Triebel. Zirka 500 Trauerfeiern finden dort pro Jahr statt. Das Ergebnis der dreijährigen Bautätigkeit könne sich sehen lassen und sei ein echtes Aushängeschild für den Friedhof und die Stadt.




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