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Krematorium Werl: Stadt sieht „keine Belästigungen“

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Die Anlage sei eine „chemische Dreckschleuder“, das Gebäude nicht ordnungsgemäß ans Kanalnetz angeschlossen, Betriebszeiten würden nicht eingehalten: Ein Bürger erhebt Vorwürfe gegen das Krematorium, die Stadt weist das zurück.

Der Werler Geschäftsmann Josef Lottmann hatte im vergangenen Jahr öffentlich schwere Vorwürfe gegen das Krematorium vorgebracht und auch in den jüngsten Ratssitzungen immer wieder auf angebliche Missstände hingewiesen. Einige Vorwürfe wurden bereits untersucht und als unhaltbar entlarvt. Nun antwortete der städtische Rechtsrat Markus von der Heide auf weitere kritisierte Punkte.

Markus von der Heide weist auf Anfrage darauf hin, dass der Kreis Soest als Immissionsschutzbehörde Ergebnisse von Messungen, zum Beispiel über den Kohlenmonoxid-Anteil, überwache. Unterstützt werde die regelmäßige Überwachung unter anderem auch durch das Umwelt-Ministerium NRW bzw. die Bezirksregierung Arnsberg. Der Kreis habe mitgeteilt, „dass aufgrund der aktuellen Sachlage und derzeitigen Betriebsweise des Krematoriums keine erheblichen Belästigungen zu erwarten sind“. Anordnungen oder ordnungsrechtliche Maßnahmen gegenüber dem Betreiber könnten daher nicht getroffen werden.

Eine von Josef Lottmann angeregte chemische Analyse um das Krematorium gelegener Flächen wird nicht für notwendig erachtet, erläuterte Markus von der Heide jetzt weiter. Denn die ausgetretenen Reingase seien nach Rücksprache mit der Immissionsschutzbehörde „weder Besorgnis erregend noch stellen sie eine Gefährdung der Umwelt dar“. Das Krematorium hatte zur Verdeutlichung, welche Menge CO/CO2 austritt, vor einiger Zeit bereits den im Jahr 2006 ausgetretenen Wert exemplarisch umgerechnet: So wurden im Jahre 2006 insgesamt 81,5 kg CO ausgestoßen, umgerechnet ergibt dies 128 kg CO2 und bei 250 Arbeitstagen somit einen mittleren CO2-Wert von 512 g/Tag. Ein Kleinwagen wie zum Beispiel ein Peugeot 107 oder ein Citroen C1 haben einen CO2-Ausstoß von 109 g/gefahrenen Kilometer. „Der tägliche Durchschnittswert entspricht demnach etwa fünf gefahrenen Kilometern mit einem Kleinwagen“, so die Umrechnung.

Eine Notwendigkeit, an der Ausflussgrenze des Krematoriumsgrundstücks Wasserproben zu entnehmen und diese zu analysieren, wird seitens der Stadt ebenfalls nicht gesehen, da „es keine Erkenntnisse gebe, dass das Niederschlagswasser mit gefährlichen Stoffen belastet sein könnte“. Das Niederschlagswasser wird in einem kleinen Teich gesammelt und von dort – mit Kenntnis des Kommunalbetriebes – in ein südlich gelegenes Gewässer abgeleitet. Dass der Teich gelegentlich einen kleinen Ölfilm aufweisen soll, werde vom Krematorium nicht in Abrede gestellt, so Markus von der Heide.

Nach Auskunft des Krematoriums sei dieser Film aber darauf zurückzuführen, dass auch der Parkplatz in den Teich entwässere und es nicht verhindert werden könnte, dass Fahrzeuge „mitunter etwas Öl verlieren“.

Dass an Weihnachten (am 26. Dezember 2008) das Krematorium ausnahmsweise den Betrieb aufgenommen habe, habe seine Ursache mit vorübergehend hohen Einäscherungsaufträgen, nachdem im November 2008 im Krematorium in Hamm beide Ofenlinien ausgefallen seien. Es habe sich um einen Ausnahmefall gehandelt. Da Heiligabend kein gesetzlicher Feiertag ist, finden im Werler Krematorium auch an diesem Tag – und zwar bis 12 Uhr – Einäscherungen statt.




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