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Trauerhalle des Wiesbadener Südfriedhofs wurde vor 100 Jahren eingeweiht

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Tags: WiesbadenTrauerhalleKrematorium

Im November jährte sich zum 100. Mal die Einweihung der Trauerhalle des Südfriedhofs. Während die erste Beisetzung auf dem noch nicht ganz fertiggestellten Südfriedhof bereits am 8. August 1908 stattfand, wurde die Trauerhalle erst rund drei Jahre später, am 10. November 1911, eingeweiht.

Im Untergeschoss war das Krematorium untergebracht, das erst 1912 in Betrieb genommen werden konnte, nachdem in Preußen die gesetzlichen Voraussetzungen für die Feuerbestattung geschaffen waren. Die Halle darüber steht auch heute noch im Mittelpunkt von Trauerfeiern: Sie bietet jährlich gut 500 Trauerversammlungen einen würdigen Rahmen.

Vollständig saniert

Die Trauerhalle wird vom Amt für Grünflächen, Landwirtschaft und Forsten gepflegt und wenn nötig behutsam modernisiert. 2008 wurde etwa eine Mikrofonanlage für Redner und Musiker installiert. Durch eine großzügige Spende einer Bürgerin konnte die Trauerhalle in den 1990ern vollständig saniert werden. In diesem Jahr wurde die Lichtatmosphäre verbessert, indem der Kronleuchter, der das Zentrum der Kuppel ausfüllt, überarbeitet und restauriert wurde.

Die Trauerhalle ist Teil eines Gebäudeensembles, das von August O. Pauly entworfen wurde, der im städtischen Hochbauamt Architekt war. Für das Erscheinungsbild der Gebäudegruppe hatten die städtischen Gremien ein „nicht ausgesprochen kirchliches, sondern mehr bürgerliches Gepräge“ vorgeschrieben. Während sich die Trauerhalle von außen also eher schlicht im spätbarocken Stil präsentiert, vermittelt ihre Innengestaltung eine sakrale Weihe. Sie gilt als orientalisch beeinflusste Perle des Jugendstils. Die Wiesbadener Maler Hans und Hanna Völcker planten die Ausgestaltung und übernahmen die Bemalung zum Teil auch selbst. Der Hauptraum und die seitlichen Schiffe sind mit ikonengleicher Symbolmalerei, Mosaiken und schmückender Ornamentik überzogen. Dazu kommen Reliefs des Frankfurter Künstlers W. Ohly. Die aufwendige Ausgestaltung mit Tonnengewölbe, Marmorsockeln und -säulen, Kuppel und Ornamentglas-Fenstern wurde damals durch eine Stiftung von Alois Mayer ermöglicht, an den eine Gedenktafel erinnert.




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